Es war einmal eine "gute alte Zeit",
da kannte man nicht die uns nun Tag und Nacht vertrauten Geräusche und
Ausdünstungen der Fahrzeugkolonnen aus flotten Autos, hochdrehenden,
kreischenden Rennmaschinen (neudeutsch: Bikes) und PS-starken Fernlastwagen,
die sich um das Rathauseck drängeln.
Da konnte man einfach den Falkensteiner
Marktplatz entlang zum Bahnhof gehen und ganz andere Geräusche vernehmen,
die heute nur noch recht weit weg von Falkenstein wahrzunehmen sind:
die akustischen Signale der ein- oder ausfahrenden Züge, zunächst begleitet
vom Zischen und Stampfen der Dampfmaschinen, später markant unterlegt
durch das Nageln der Büssing-Diesel der Schienenbusse.
Es war allerdings ein recht langer Weg
von der ersten Bahnbegeisterung mit nachfolgenden Disputen und Petitionen,
bis nach etwa 30 Jahren am 22. Dezember 1913 endlich der erste Zug den
neuen Falkensteiner Bahnhof verließ. Aber nur knapp 71 Jahre später
fuhr am 9. September 1984 der letzte Zug hinauf nach Falkenstein. Da
halfen keine Proteste und Unterschriftsaktionen, die mit viel Engagement
und und Optimismus erkämpfte und landschaftlich sehr reizvolle Strecke
vom Donautal hinauf in den Vorwald wurde in wenigen Monaten restlos
beseitigt. Als Ersatz verkehren von da an ein paar Busse. Die Mehrzahl
ist aber auf das private Auto "umgestiegen" und reiht sich
in die anfangs erwähnten Fahrzeugkolonnen ein.
Die anfangs auf der Strecke einegsetzten
Bockerl waren von der Bauart C 1´ mit einer Betriebsnummer zwischen
98 411 und 98 568 dar. Diese Loks waren knapp 10 Meter lang und bewältigten
den Höhenunterschied von 340 m (Bahnhof Wutzlhofen) auf über
600 m mit höchstens 50 km/h auf recht ebenen Teilstrecken. Für
die 35 km bergan gab im Jahr 1920 der Fahrplan 2 Stunden und 21 Minuten
an. Bergab ging es etwas schneller.
In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden die Bockerl durch
Triebwagen (T) abgelöst. Das vorangestellte V steht für „Verbrennung“,
womit die Dieselmotoren gemeint waren. Die berühmten Schienenbusse
standen im Vordergrund:
BR 795 (VT) mit Beiwagen 995 (VB) und
BR 798 (VT) mit Steuerwagen 998 (VS).
Ein Hauptunterschied: der VT 795 konnte mit seinem Beiwagen nur wie
ein Straßenbus vorwärts fahren; er musste also im Endbahnhof
an das jeweils rückwärtige Ende umgesetzt werden. Der VT 798
mit VS 998 war ganz fortschrittlich: die komplette Einheit konnte in
beide Richtungen fahren, ganz so wie moderne Wendezüge.
Diese Internetseiten sollen einen Einblick
in die Geschichte der Bahnstrecke von Wutzelhofen nach Falkenstein geben.
Hintergründe, Bilder, Kommentare. Stöbern Sie durch die Seiten.
Ich hoffe Sie werden viel Bekanntes und hoffentlich auch einiges Neues
finden.
Viel Spaß beim Lesen und Nachschlagen.
Danksagung:
Ich danke allen Personen, Vereinen und
Institutionen, die mich bei der Erstellung der Seiten unterstützt
haben. Wegen der Vielzahl der Quellen, steht auf den einzelnen Seiten
nur eine Quellenangabe, wenn es zum besseren Verständnis notwendig
ist. Ansonsten verweise ich auf den Menüpunkt "Quellen",
in dem ich hoffentlich niemanden vergessen habe.
Besonders hervorheben möchte ich
jedoch die Unterstützung durch den Autor des Heimatheftes Herrn
Dr. Schumny , der es mir ermöglicht hat weite Teile der Site mit
seinen Texten des Heimatheftes zu gestalten.
Redakteur und Herausgeber des Heimatheftes ist:
Dr. Harald Schumny, 1. Vorsitzender
Kultur- und Heimatverein
Falkensteiner Vorwald e.V.
Internet: www.kultur-falkenstein.de
Das Heft ist noch im Tourismusbüro
der VG Falkenstein erhältlich.
Ebenso Möchte ich auch Herrn Dr.
Konrad Färber vom Universitätsverlag Regensburg GmbH recht
herzlich danken, der es mir ermöglicht hat, das "Heigl-Buch"
über das Falkensteiner Bockerl hier in diesen Seiten zu verarbeiten.
Das Buch ist leider vergriffen und nur
noch antiquarisch erhältlich
Hilfe:
Ich bin für jede Korrektur dankbar.
Ebenso freue ich mich über Verbesserungsvorschläge, Ergänzungen,
neue Texte, weitere Bilder, Dokumente und andere Dinge, die für
die Aufarbeitung unseres Falkensteiner Bockerl wichtig und interessant
sind.
Kontakt über eMail: post(at)falkensteiner-bockerl.de
(Bitte "(at)" durch den Klammeraffen ersetzen!!)
oder telefonisch: 09462/1020